Lernspiele für Kinder und alles was Sie darüber wissen müssen

Einführung 

Lernspiele sollen wie das Wort schon sagt, Kinder beim Spielen einen Lerneffekt vermitteln ohne diese aber zu überfordern. Gute Lernspiele müssen einige wichtige Kriterien erfüllen, damit sie auch als solche bezeichnet werden können. 

Heute wird der Begriff Lernspiele viel zu oft gebraucht und oft auch missbraucht. Zunächst soll gesagt werden, dass Kinder und vor allem Kleinkinder sehr schnell lernen und dies meist durch Beobachten und Nachmachen. Jedes Spielzeug kann somit dem Kind etwas beibringen, die Frage ist nur ob dies gewünscht ist oder nicht. Deshalb ist es wichtig bei der Wahl der Spielzeuge eine gewisse Aufmerksamkeit zu schenken.

Was solle mein Kind beim Spielen lernen? 

Diese Frage kann eigentlich ganz einfach beantwortet werden: Alles was es noch nicht kann und was es in unmittelbarer und ferner Zukunft können sollte. Bei der Wahl von Lernspiel spielt deshalb das Alter des Kindes eine wichtige Rolle. Viel zu oft werden Lernspiele mit Alterangaben gekennzeichnet die korrekt interpretiert werden müssen.

Gesetze und Richtlinien vor allem aus den USA zwingen die Hersteller eine höhere Altergrenze zu deklarieren als überhaupt nötig. Eltern von mehreren Kindern wissen, wie die kleineren Kinder mit vorhandenem Lernspielzeug genauso zurecht kommen wie die älteren Geschwister. Wichtig ist und muss hier gesagt werden, dass Kleinkinder nie unbeaufsichtigt spielen dürfen. Somit müssen die Eltern individuell entscheiden, ob das eigene Kind für ein Lernspiel bereit ist oder nicht.

Was lernen die Kinder mit Lernspiele?

Hier wollen wir etwas Klarheit schaffen und uns nur auf greif- und messbare Werte konzentrieren, denn wie schon geschrieben lernen die Kinder bei all ihren Tätigkeiten etwas, auch wenn es noch so unscheinbar ist. Gute Lernspiele soll die Handlung des Kindes beim Spielen fördern. Ideal ist es wenn das Kind noch nicht vollumfänglich alle Handlungen und Tätigkeiten des Spiels kann.

Damit wird regelmäßiges Spielen zum Training und das Kind lernt spielerisch mehr und mehr dazu. Die Gefahr ist, dass Kinder am Anfang überfordert sind und das Lernspielzeug anfänglich als nicht geeignet erscheint. Lassen Sie sich davon nicht demotivieren, denn zu schwierige Lernspiele können schon sehr rasch zu richtigem, oftmals zum Lieblingsspielzeug werden. Die Kinder wachsen rasant schnell und entwickeln sich entsprechend.

Lernspiele für Kleinkinder 

Kleinkinder sollten vorzugsweise mit greifbarem Lernspielzeug spielen, die unterschiedliche Formen, Farben, Größen und Gewichten. Hiermit trainieren sie nämlich die Hand-Auge-Koordination. Diese scheint für uns Erwachsene eine Selbstverständlichkeit, jedoch ist es für Kleinkinder enorm wichtig dies zu üben. Sie werden sehen wie die Kinder schneller und schneller werden.

Wenn die Eltern dazu durch die Sprache Unterstützung leisten wird der Lerneffekt von verstärkt. "Das ist die rote Kugel", "Das grüne Dreieck passt nicht in das rechteckige Loch", usw. Auch wenn es den Anschein macht, dass sich das Kind nicht für das Gesprochene interessiert, nimmt es dies auf und speichert es.

Lernspiele für Kindergarten und Vorschulkinder

Als Vorschulkinder können alle Kinder ab Spielgruppenalter bis und mit zweitem Kindergartenjahr eingestuft werden. Hier sind Fähigkeiten der Kinder bereits gefestigt und Unterschiede zwischen gleichaltrige Kinder zu sehen. Auch hier soll das Lernspielzeug die Kinder nicht überfordern und nicht zu langweilig sein. Ein guter Ansatz, ist und bleibt "Hilf mir es selbst zu tun". Kinder sollen alleine spielen können und die Hilfe der Erwachsenen soll nur Ansatzweise erfolgen. Gute Lernspiele für Vorschulkinder zeigt folgende aufzeigen bzw. vermitteln:

Mengenunterschiede 

Hiermit üben die Kinder Mengen und Mengenunterschiede anhand von nicht nummerierter Teile kennen. Dies können Plättchen oder Holzstifte sein.

Zahlenraum bis 10 

Kombiniert man die Mengen und Mengenunterschiede mit den Zahlen entsteht ein bildliches Verständnis für den Zahlenraum. Dieses Verständnis ist enorm wichtig und begleitet das Kind während seiner ganzen Schulzeit.

Gewichtsunterschiede 

Damit die Wörter leicht, leichter, schwer, schwerer, gleich schwer geübt werden können ist es wichtig dem Kind auch unterschiedlich schwere Teile zu Verfügung zu stellen. Dies muss aber nicht unbedingt ein Lernspiel sein, hier eignen sich auch Gegenstände aus dem eigenen Haushalt.

Volumenunterschiede 

Es mag wohl etwas früh erscheinen, Volumen und Volumenunterschiede im Vorschulalter zu üben. Doch Sie werden staunen wie schnell Kinder mit kleinen Holzwürfeln 10er Stangen, 100er Flächen und 1000er Kuben bauen. Dieses Verständnis wird die Kinder ebenfalls während der ganzen Schulzeit hilfreich sein. 

Feinmotorik trainieren 

Obwohl es nicht so scheinen mag, ist die Feinmotorik eines der wichtigsten Dinge die im Vorschulalter geübt werden sollten. Unter Motorik Lernspiele fallen alle Hilfsmittel, welche die Bewegung der Finger und Arme beanspruchen. Grosse gleichmäßige Kreise zeichnen kann ebenso wichtig sein wie spezielle Lernspielzeuge für die Feinmotorik. Regelmäßiges üben erleichtern späteres Schreiben und Schreibenlernen. Eine einfache Methode ist zum Beispiel das Nachfahren mit dem Finger von Linien und Formen.

Koordination 

Die Hand-Auge-Koordination und ganzheitliche Körperkoordination kann unter Feinmotorik oder auch Motorik klassifiziert werden. Hier müssen die Kinder im Gegensatz zu Kleinkindern vielmehr auf Geschwindigkeit und Präzision acht geben. Einige Aspekte die mit Motorik Lernspiele trainiert werden sind später beim Schreiben aber auch im Sport von großer Bedeutung.